Wir wollen hier einen Überblick schaffen, die Gewichtsklasse haben wir auf 2,8 bis 3,5 Tonnen festgelegt, da diese Klasse das Kerngebiet der Transporter ausmacht. Wundern Sie sich nicht, dass das eine oder andere Fahrzeug in der kleinsten Variante schon mit 2,6 Tonnen beginnt, in der nächst größeren Variante liegen sie dann in unserer angenommenen Gewichtsklasse von 2,8 bis 3,5 Tonnen. Eine extrem starre Einteilung in die Gewichtsklassen hätte zur Folge, dass die Transporter doppelt auftauchen würden, denn in der nächsten Ausgabe der DAZ TRANSPORTER veröffentlichen wir eine Übersicht der kleinen Transporter bis 2,8 Tonnen. Im Segment 2,8 bis 3,5 Tonnen gibt es keine Schwierigkeiten mit den Führerscheinklassen, selbst Führerscheinneulinge dürfen mit dem Führerschein Klasse B diese Transporter bewegen.
Diese „berüchtigte Klasse“ machte in den vergangenen Jahren immer wieder Negativ-Schlagzeilen durch ein hohes Unfallaufkommen, das unter anderem oft auf Überladung, schlechte Ladungssicherung, übermüdete und überforderte Fahrer zurückzuführen war. Bezüglich der Übermüdung gelten auch für Transporterfahrer die gleichen Lenk- und Ruhezeiten wie für Lkw-Fahrer. Die Einhaltung wird seit geraumer Zeit stärker kontrolliert, Transporter bis 3,49 Tonnen müssen „Schau- oder Kontrollblätter“ führen, worin Lenk- und Fahrzeiten des Fahrers handschriftlich festgehalten werden – ab 3,5 Tonnen gilt sowieso die Fahrtenschreiberpflicht (seit EZ 2006 ausgerüstet mit elektronischen Fahrtenschreibern). Das Thema Sicherheit wird bei den Transportern der letzten Generation, die in den Jahren 2006 und 2007 auf den Markt kamen, groß geschrieben.
Die passive, aber auch die aktive Sicherheit der Transporter wurden extrem verbessert, Airbags, Bremsassistenten und ESP sind teilweise schon in der Serienausstattung vorhanden, optional sind sie beinahe immer erhältlich. Das große Angebot an unterschiedlichen Transportern birgt auch „die Qual der Wahl“. Welcher Transporter ist für welchen Einsatzzweck der richtige, welche Größen und Ausstattungen werden von welchem Hersteller angeboten – viele Fragen mit noch mehr Antworten. Ist ein Innenausbau vonnöten, damit beispielsweise der Servicetechniker oder Handwerker immer die richtigen Ersatzteile und das nötige Werkzeug im Zugriff hat? Der Einsatzbereich der Transporter ist wie gesagt riesig. Wir versuchen trotzdem, Ihnen einen Einblick, beziehungsweise Überblick zu verschaffen. Dabei beziehen wir uns immer auf die kleinste Variante, Normaldach, kurzer Radstand (L1/H1), da nur dadurch eine Vergleichbarkeit zu erzielen ist.
Autor: Andreas Aepler



